Der EHC Illnau-Effretikon (EIE) reitet derzeit auf der Welle des Erfolges. Seit dem mit 5:6 über die Verlängerung knapp gegen Dürnten verlorenen ersten Zürcher Oberländer-Derby, datiert vom 2. November vergangenen Jahres, hat die Mannschaft von Dieter Wieser/Urs Wegmann nie mehr verloren. Genauer: Illnau-Effretikon hat seine letzten sieben Partien in Folge gewonnen, sich zwischenzeitlich die Tabellenspitze erobert und führt nun vor dem ersten Heimspiel des Jahres 2018 mit zwei Punkten Vorsprung vor Direktverfolger Dürnten noch immer die Tabelle der Gruppe 1 an. Und samstags steigt das richtungsweisende, kapitale Heimspiel des EIE gegen Luzern. Anspielzeit – traditionell im Eselriet um 17 Uhr.

Bericht: Heinz Minder, Illnau

Gleich drei schwere Punktespiele warten zum Jahresauftakt 2018 auf die Spieler des EHC Illnau-Effretikon (EIE). Ersteres, das Auswärtstreffen beim ‘Angstgegner’ hat Illnau-Effretikon am vergangenen Samstag in Zug – erfolgreich – absolviert. Die EIE-Spieler sind mit einem 5:1 (1:1, 2:0, 2:0) Erfolg aus der Innerschweiz zurückgekehrt. Der Auftakt ins neue Jahr ist dem EIE also geglückt. Und das war auch wichtig so, denn jetzt folgen die zwei Spitzenspiele gegen die Direktverfolger des EIE. Samstags erst Luzern, in einer steht dann das Rückrundenspiel – das zweite Zürcher Oberland-Derby in Bäretswil gegen Dürnten auf dem Programm. Nach dem schweren und stets unbequemen Auswärtstreffen bei Zug, wo der EIE in den letzten drei Jahren stets verlor, zwei weitere happige Schlüsselpartien von äusserst gewichtiger Bedeutung. Die Spielausgänge gegen Luzern und Dürnten könnten die ungefähre Marschrichtung für die bevorstehenden Play-Off-Partien offenlegen. Bekanntlich wird der Tabellenerste der Gruppe 1 im Achtelsfinal auf den Achtplatzierten der Gruppe 2 treffen. Das wäre Stand vom letzten Wochenende – Urdorf. Und der Tabellenzweite nach 18 Gruppenspielen wird dann – auch mit Heimvorteil – auf den Siebten der Gruppe 2 treffen – ebenfalls Stand letztes Wochenende: Club da Hockey Engiadina.

Doch bis es dann am 10. Februar so weit ist, werden die letzten Runden über die definitiven Paarungen entscheiden. In beiden Gruppen ist noch einiges möglich, denn die entsprechenden Mannschaften liegen teils sehr eng zusammen. So beispielswiese in der EIE-Gruppe, wo nach 13 gespielten Runden Bellinzona mit 10 Punkten auf dem achten Zwischenrang, Sursee und Küsnacht mit je 13 Zählern auf Rang Sieben, respektive Sechs liegen. In der Gruppe 2, aus der dann der erste Gegner des EHC Illnau-Effretikon kommen wird, liegt St. Gallen momentan nur mit einem Punkt Rückstand noch ausserhalb der Play-Off-Ränge auf Platz Neun, hat damit aber noch intakte Chancen, in den verbleibenden Partien Urdorf zu überflügeln und in die Abstiegsrunde zu verbannen. Gesetzt sein dürfte einzig Rheintal. Der letztjährige EIE-Viertelsfinalgegner ist heuer ungemein stark und erfolgreich unterwegs und fährt die Konkurrenz in der Gruppe 2 in Grund und Boden. In 13 Spielen haben die Rheintaler bislang nicht weniger als 119 Tore geschossen, nur deren 26 kassiert – noch nie verloren und bereits 39 Punkte auf dem Konto und schon acht Zähler Vorsprung auf Direktverfolger St. Moritz.

Und nun kommt es also zum Knüller der Runde: Illnau-Effretikon gegen Luzern. Die treuen EIE-Matchbesucher werden sich vielleicht noch an den 21. Oktober vergangenen Jahres zurückerinnern. Luzern brauchte in seinem Heimspiel lediglich fünf(!!) Sekunden, um die Partie gegen den EIE durch Guidon erfolgreich zu lancieren. Die EIE-Spieler hatten sich nach dem ersten Scheibeneinwurf kaum richtig positionieren können, als es bereits wieder zum Wieder-Anspiel ging. Und für die Zürcher Oberländer kam es noch schlechter. Nach knapp sieben Minuten hiess es bereits 0:2. Burkart hatte zum Zweitore-Vorsprung getroffen. Der Luzerner-Fluch lebte also noch immer. Wie meistens in Zug, bekundete der EIE auch in Luzern grösste Mühe, mit Punkten die erfolgreiche Heimreise antreten zu können. Lorenz Kuhn schaffte nach zehn Minuten den wichtigen 1:2 Anschluss. Der EIE war wieder im Spiel.

Und zwanzig Sekunden nach Wiederanspiel im Mitteldrittel war Illnau-Effretikon endgültig im Match angekommen. Michael Sommer erzielte den 2:2 Ausgleich und vor Halbzeit brachte Sommer mit seinem zweiten Treffer den EIE erstmals in Führung. Von da an ging es Schlag auf Schlag. Ausgleich Luzern zum 3:3, erneute EIE-Führung durch Sommer – mit seinem dritten Tor – doch fast im Gegenzug glich Luzern zum 4:4 aus (36.). Abermals Sommer und Förderreuther brachten die Zürcher Oberländer noch vor Ende des turbulenten Mitteldrittels 6:4 in Führung. Vom 0:2 zum 6:4! Doch Luzern schaffte noch vor Ende des zweiten Abschnittes den wichtigen 5:6 Anschluss.

Unterhaltsam, nerventreibend und dramatisch der Höhepunkt im Schlussdrittel. Luzern kam mit einem Tor in der 47. Minute zum 6:6 Ausgleich. Alles konnte also wieder von vorne beginnen. 81 Sekunden vor Spielschluss vollstreckte Lionel Kuhn dann zum 7:6. Luzern, das zwischenzeitlich noch einen klaren Treffer erzielt hatte – welcher aber von beiden Schiedsrichtern nicht bemerkt wurde(!!) - konnte es nicht fassen. 2:0 geführt und am Ende noch als Verlierer vom Feld. Der Ausgang dieser Partie wird vor der Samstags-Revanche noch in allen Köpfen der Gäste präsent sein. Jetzt wollen die Luzerner die offene Rechnung mit dem EIE begleichen.


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