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Club Geschichte

Der Anfang
Diese Zusammenstellung wurde durch Heinz Minder für das Jahrbuch 2003 der Stadt Illnau-Effretikon geschrieben und nun mir für diese Rubrik zur Verfügung gestellt

1966 fusionierten die damaligen eigenständigen Vereine EHC Effretikon (gegründet 1935) und EHC Illnau (1937) zum heutigen EHC Illnau-Effretikon (EIE). Bis es allerdings zu dieser Sportehe kam, kennzeichnete grosse Rivalität den sportlichen Wettstreit der beiden Vereine innerhalb unserer Gemeinde, wo jahrzehntelang ein eigentlicher Röstigraben zwischen "Illau" und Effretikon klaffte.
1928 fanden in St. Moritz die Olympischen Winterspiele statt und liessen als Folge den Eishockey-Sport auch im Tiefland langsam populär werden. Überall wo in den Wintermonaten Weiher und kleinere Seen gefroren, tummelten sich, vorwiegend Jugendliche im sportlichen Wettstreit. Eishockey wurde immer populärer. In Illnau-Effretikon fanden Schülerspiele im Oermis und Wildert und der weiteren Umgebung statt. Klasse gegen Klasse, Ort gegen Ort. Aus diesen Bubenmannschaften entwickelten sich die späteren, heute teils noch existenten Vereine.
Am 23. März 1935 trafen sich die Gebrüder Eugen und Traugott Sommer mit vier gleichaltrigen Kameraden (Hans Diener, Schaggi Näf, Friedel Keller und Ernst Bretscher) im damaligen Sitzungszimmer der Milchgenossenschaft Effretikon. Haupttraktandum war die Gründung des EHC Effretikon. Groteske Situation : Lediglich drei Vorstandschargen konnten vergeben werden, weil sonst alle sechs Spieler gleichzeitig im Vereinsvorstand gewesen wären. Ein Jahr später bereits der erste Höhepunkt : Die hölzernen Dachlattentore konnten mit den ersten ersparten Batzen durch Eisentore ersetzt werden. Von nun an gings bergauf. Ein Vorstandsbeschluss verhängte, dass das Tragen von Eishockey-Schlittschuhen ab sofort obligatorisch wurde.

Bratwürste verschlungen

1935/36 fanden die ersten Freundschaftsspiele statt (unter anderen auch ein 8 : 8 gegen Kloten). 1936/37 wuchs der Verein auf elf Mitglieder (!) an und von diesem Zeitpunkt an konnte der EHC Effretikon erstmals mit einem Auswechselsturm auftreten. Auch hinter den Kulissen ging es aufwärts. Die Mütter der Spieler strickten sich die Finger wund und stellten in Heimarbeit die ersten grün-weissen Team-Pullover mit kunstvollem Zöpflimuster her. Kleine Holzbanden zäumten die gepflegte Eisfläche, mit Autobatterien und Scheinwerfern wurde die erste Beleuchtungsanlage betrieben. Der sportliche Aufstieg liess nicht zu wünschen übrig. Auf den ersten Anhieb hin wurde in der gleichen Saison die Zürcherische Schülermeisterschaft auf dem Dolder gewonnen. 1937/38 konstituierte sich der Verein neu. Der Vorstand wurde auf fünf Mitglieder erweitert. Die zweite Teilnahme an den Schülermeisterschaften brachte für die Effretiker die erste Enttäuschung. Gegen den späteren Meister "Forsanose" verlor man. Siege gegen Kloten (8 : 3) und Winterthur (10 :1) und eine "wilde" Mannschaft aus Illnau stärkten die Moral der Geschlagenen aber wieder. Der EHC Effretikon beschloss 1938 als einer der ersten Zürcher Landvereine dem Schweizerischen Eishockeyverband beizutreten. 1938/39 trugen die Effretiker die ersten Verbandsspiele gegen Grasshoppers, Winterthur und St. Gallen aus. Am zweiten Weihnachtstag folgten die Effretiker einer Einladung des EHC St. Gallen. "Trotz dem freundlichen, fast mitleidigen Empfang, konnten wir die offerierten St. Galler-Bratwürtste mit Siegermiene verschlingen. Wir stellten die St. Galler mit 6 : 2 Toren kalt", ist dem damaligen Reisebericht zu entnehmen.

Die "Wilden" kommen

Auch in Illnau gehörte Eishockey zur Tradition der Jugendlichen. 1937 wurde der EHC Illnau offizielle gegründet. Die Spieler tummelten sich anfänglich auf dem Sagiweiher, der einerseits kein zuverlässiger, anderseits aber auch ein gefährlicher Spielort war. Ungemütlich wurde es für die Hockeycracks, wenn das Sägewerk Moos jeweils überraschend Wasser abliess und die Eisdecke des Sagiweihers unverhofft einbrach. Mit Holz, das von zu Hause mitgeschleppt wurde, zimmerten sich die "Illauer" am Sagiweiher einen ersten Unterschlupf. Kreativ und initiativ, dazu wegweisend für viele Gruppierungen und Vereine der näheren und weiteren Umgebung, traten derweil die Effretiker auf. Eine kleiner Schar Idealisten setzte sich inzwischen voll und ganz für die rasche Entwicklung des Eishockeysport in Effretikon ein. 1939/40 mit Beginn des zweiten Weltkrieges lichteten sich die Reihen im EHC Effretikon. Spiele und Versammlungen konnten praktisch keine durchgeführt werden. Ein Jahr später, im zweiten Kriegswinter wurde wieder aktiv an der Schweizer Meisterschaft teilgenommen. Allerdings mit kläglichem Erfolg, denn mit vier Niederlagen aus fünf Spielen schieden die Effretiker frühzeitig aus.
Am 19. April 1941 wurde der Illauer Hans Braunschweiler (Hörnli-Wirt) erstmals Präsident des EHC Illnau und löste dabei Paul Mollet ab. Die Illnauer beschliessen, "zum Saisonabschluss noch einen "Spuck" in der Hütte durchzuführen" (was dieser "Spuck" war, konnte nicht mehr in Erfahrung gebracht werden). An der Monatsversammlung vom 20. September beschlossen 20 Anwesende im Hönli - Illnau, dem Antrag des Vorstandes zur Anschaffung von Hockey-Hosen und Strümpfen nach Vorlage eines Musters und Vereinbarung des Preises "nach längerer Aussprache" mit grossem Mehr zuzustimmen. An der gleichen Versammlung wurde beschlossen, ein Jubiläums-Turnier durchzuführen, mit Beteiligung von acht Mannschaften und einem Einsatz von zehn Franken. Uster, Bauma, Altstetten und Illnau wurden als erste Teams gesetzt. Mit Basserdorf, Furol (erste- und zweite Mannschaft), und Altstetten II wurden die restlichen Mannschaften anlässlich der Delegiertenversammlung vom 13. Dezember 1941 in Illnau zugelost. Als Preise wurden fünf Becher beschlossen. Als Durchführungsdatum wurde der 4. eventuell 11. Januar 1942 fixiert. Im November stellten die Illnauer den Antrag auf Anschaffung von 30 Meter Banden. Die zweite Mannschaft soll am Turnier in Uster teilnehmen (Glattalmeisterschaft). Eine provisorische Hütte wurde für die Saison 1941/42 geplant und eine abschliessende Tellersammlung brachte den schönen Betrag von sechs Franken (!). Am 21. März 1941 wurde bei den Illauer Albin Guyer als Kriegsvorstandsmitglied ernannt, Max Minder wurde Rechnungsrevisor. E. Guyer stellt beim Vorstand den Antrag zum Kauf einer Schneeschaufel. Die Entscheidung überliessen die Mitglieder dem Vereins-Vorstand. Im gleichen Jahr kämpften die Effretiker mit Problemen. Die Beziehungen zum Verkehrsverein wurden als harzig bezeichnet, denn die Hockeyaner hatten auf dem grossen Eisfeld im Moosburg dank unermüdlichem Einsatz immer die bestgepflegte Eisfläche zur Verfügung. Grosser Neid der anderen Benützer kam deshalb auf.
Bei der Halbjahresversammlung der Illnauer gab es am 21. Juni 1942 "hitzige" Diskussionen über die Teilnahme der zweiten Mannschaft am Turnier. "Diese sei für den Club eine grosse finanzielle Belastung", war der damalige Tenor. Als Option liess man offen, dass die zweite Mannschaft dann mitspielen könne, wenn nämlich nicht genügende Mannschaften antreten würden. Anschliessend wurde das Programm der Abendunterhaltung besprochen und folgenden Ablauf fixiert : 1. Marsch. 2. Begrüssung durch den Präsident der V.C. Illnau. 3. Marsch mit Bild, zwei Hockeyaner und zwei Velo-Fahrer. 4. Rollenrennen mit zwei Vor- und einem Hoffnungslauf über ein Kilometer. 5. Pantomime. 6. Rollenrennen mit Verfolgungslauf über zwei Kilometer. 7. Reigen. 8. Rollenrennen einen Lauf über drei Kilometer. Pause mit Tombola. 9. Theater "Si wänd zum Tonfilm" 10. Tombola Verteilung.
Im Winter 1941/42 wurde in Effretikon die Junioren gegründet. Am 1. Januar 1943 schrieben sich als Mitglieder ein : Oskar Melliger (Tor), Walter Kuhn (Back), Adolf Kuhn (Back), Werner Pfister (Sturm), Hans Morf (Sturm), Robert Kündig (Sturm), Werner Corrodi (Sturm), Max Würgler (Sturm),Walter Andres (Sturm).- Vorstand : Hans Morf (Präsident), Robert Kündig (Vizepräsident), Adolf Kuhn (Aktuar) und Werner Corrodi (Kassier). Als Ausrüstung wurde beschlossen : Roter Pullover mit weissem E, kurze Hosen mit langen Strümpfen, kleine Knieschoner. Im ersten Match erreichten die E-Junioren ein 2 : 2 gegen den EHC Illnau, im zweiten Spiel ein 5 : 2 Sieg gegen Illnau. Aktuar Adolf Kuhn hielt die Velotour der E-Junioren nach Eglisau protokollarisch fest :" Fahrt über Nürensdorf und das Eigental hinunter. Pech vor Embrach. Werner Pfister wollte Flickzeug kaufen und sprach zum Velohändler : "Het gern es chlises Filckzügschächteli". Fahrt nach Eglisau. Auf dem Heimweg in Bülach eingekehrt. Nachher im Schuss nach Effretikon zurück."

Mehranbau fordert Opfer

In Illnau gab es am 21. November 1941 bei der Halbjahres-Versammlung hitzige Diskussionen darüber, ob die zweite Mannschaft an einem Turnier mitmachen könne, was eine grosse finanzielle Belastung bedeuten würde. Später wurden alle Anwesenden bei einer Busse von einem (!) Franken verpflichtet, Montagabends an der Stauung mitzuhelfen, da die bestehende bauliche Massnahme am Sagiweiher nicht mehr genüge. Probleme hatten die Effretiker auch mit ihrem Eisfeld. 1942/43 fiel das Eisfeld Moosburg dem Mehranbau zum Opfer. Die Sportler zeigten sich über die traurige Nachricht niedergeschlagen und suchten nach Alternativen. An Vorschlägen mangelte es nicht. Hingegen an den Kombinationen von güstigem Platz ohne Wasser, oder kein günstiger Platz aber mit Wasser. 15 Aktivmitglieder des EHC Illnau beschlossen am 21. März mit dem Velo-Club gemeinsam eine Staffete auf der bekannten Gutenschwiler-Strecke durchzuführen. Start war am 10. Mai um neun Uhr beim Haus von Dr. Wolf.

Am 4. Oktober 1943 beschlossen die Illauer, sämtliches Hockeymaterial dem neuen Materialverwalter Alfred Guyer zu bringen. Präsident Braunschweiler gab der Versammlung Aufschluss über die Verhandlung mit Herr Reiser (Inhaber der "Illauer-Zeltlifabrik"), betreffend neuer Trikots. Herr Reiser habe Braunschweiler erklärt, er könne den Hockeyanern keine neuen Trikots verschaffen. Er werde aber jährlich einen schönen Beitrag in die Clubkasse entrichten. Diese Aussage erfreute alle Anwesende. Die Hütte im Sagiweiher versetzte die Sportler erneut in hitzige Diskussionen, denn der Umzug aufs Rosenziel war Tatsache. Damit hatten die Illnauer ihren neuen Spielort definiert. Die Effretiker waren noch nicht weiter. Auf jeder Traktandenliste fehlte der Posten Eisfeldfrage nicht. Dafür absolvierten die Illnauer am 26. September 1943 mit einem Pferdegespann einen Herbstbummel nach Neftenbach.
1943/44: Die Effretiker holten sich im Trainingslager in Klosters gute Kondition und errangen, ohne eigens Eisfeld, dank Siegen über Fehraltorf, Winterthur, Veltheim und Enge, erstmals den Regional-Meistertitel der Serie B. Am Samstag, 25. März 1944 verkündete Hans Braunschweiler vor 12 Aktiven und zwei Passivmitgliedern seinen Rücktritt als Präsident des EHC Illnau. Nachfolger wurde Alber Guyer. An der gleichen Versammlung wurde beschlossen, die Monatsbeiträge der Mitglieder von 40 auf 50 Rappen zu erhöhen, was "nach etwas mutigen Aussagen mehrheitlich angenommen wurde".
Der EHC Illnau stellte 1944 den Antrag, die Glattalmeisterschaft als Turnier an einem Tag durch zu führen. Gleichzeitig beshloss man in Illnau "von einer Abendunterhaltung während der Aktivzeit abzusehen". Weil viele Hockeyaner im Aktivdienst stecken, sind an der Monatsversammlung vom 25. August 1944 im Restaurant Hörnli nur sieben Mitglieder anwesend. Hans Braunschweiler sollte sich mit einer Tanzmusik in Verbindung setzen, um am Turniertag des "Cup vom Zürcher Oberland" an der Rangverkündigung im Rössli (Illnau) aufspielen zu lassen. In Heimarbeit wurden die Eishockeybanden mit Verschlüssen montiert und Verhandlungen mit dem Besitzer des Eisfeldes Rosenziel für eine Bewilligung für die nächste Spielsaison geführt.

Diskussionen um Junioren

An der Halbjahresversammlung des EHC Illnau wurde am 18. November 1944 von neun Aktivmitgliedern beschlossen, den seit drei Jahren bestehenden Juniorenclub als Juniorensektion, respektive Untersektion dem EHC Illnau anzuschliessen. Präsident Albert Guyer äussert sich damals über die vorteilhaften Auswirkungen einer Integration des Nachwuschses im Verein. Es gab allerdings bei den Beteiligten auch grössere Bedenken, weil eine Versicherung gegen Unfall für die Junioren für die Mitglieder des EHC Illnau nicht zu umgehen wäre. Die Prämie, man sprache damals von elf Franken pro Jahr und Mann, wurde als hoch erachtet. Guyer kam dann mit dem Vorschlag, man solle eine Mitgliederkarte einführen, welche vom Vater unterzeichnet werden soll und den Passus enthalte, dass der Inhaber als Spieler beim EHC Illnau nicht versichert sei. Am 10. Februar 1945 wurden die Junioren mit grosser Begeisterung im Verein aufgenommen. An der gleichen Sitzung wurde beschlossen, Hockeyhandschuhe für die Junioren anzuschaffen. Ebenso entschieden sich die Illauer, ebenfalls dem Eishockeyverband beizutreten.
Im selbern Jahr stagnierten die Effretiker bei der Lösung der Eisfeldfrage. Infolge immer wiederkehrender Aktivdienste involvierter Personen wurde das Traktandum weiter nach vorne geschoben. Das zweite Trainingslager in Klosters wurde absolviert. Im traditionellen Och-Cup holten sich die Effretiker den zweiten Preis.

Ein Wiesenfest in Illnau

Dass die Sportler nicht nur ihren Eishockey im Kopf hatten, zeigte sich in Illnau. Dort fand am 29. Juni 1945 eine gemeinsame Versammlung zwischen Hockey- und Velo-Club statt. 48 Anwesende berieten darüber, ob unter Mitwirkung des Turnvereins und Jodel-Club ein Wiesenfest durchgeführt werden soll. Das Budget von 1'830 Franken Einnahmen und 1'300 Franken Ausgaben versprach somit einen Gewinn von 530 Franken. Diesen wollte man, wie einen allfälligen Verlust, teilen. Viele Stimmen kamen auf, es sei eine verrückte Sache, innerhalb von 14 Tagen ein derartiges Fest auf die Beine zu stellen. In manchen Gesichtern habe man grosse Freude ablesen können, als Organisationschef Walter Gujer die 'Vergnügungsstände' (Ballen, Kegel und Angelstand) genehmigt habe. Passivmitglied Emil Braunschweiler erklärte damals der Versammlung, dass "von morgen an zünftig gearbeitet werden müsse, denn von selbst stehe nicht alles auf". Das Fest fand statt. Der Gewinn betrug 923.86 Franken, womit der EHC Illnau eigentlich die Hälfte von 461.93 Franken erhalten hätte. An der Schlussversammlung von 11. August 1945 konnte der Organisationspräsident dann eine kleine Überraschung präsentieren : "Der Velo-Club hat zum Dank für unsere so gut geleistete Arbeit und des Mannschaftsbestandes unseres Vereins und die Mitgliedern die aktiv mitgeholfen habe, entschieden, von ihrer Summe zusätzlich 50 Franken dem Hockeyclub abzutreten." Mit Jakob Widmer wurde vereinbart, dass der EHC Illnau im 1945, unentgeldlich im Wildert spielen kann. Die Hütte am Sagiweiher wurde im Wochenblatt zum Verkauf ausgeschrieben.

Eisfeld Turbenriet entsteht...

Die 'Illauer' Hockeyaner führten am 21. Oktober 1946 eine gemeinsame Sitzung mit dem Velo-Club durch. Besprochen wurde die Jahresunterhaltung, wo folgende Preise fixiert wurden. Unterhaltung. 1.65 Franken, Saalgebühr 0.85, Aufführungen 2.20 und Tanzabzeichen 1.65 (Damen gratis). Durchgeführt wurde auch eine Tombola. Losverkauf 0.25 und spezielle Tombola-Zettel 0.30. Es gab Preise : 1. ein Heizkissen, 2. Balleron, 3. eine Flasche Asti.
Im Herbst 1946 wurde im Turbenriet beim Hinterberg in Tagelswangen die Ufer und Inseln des Weihers so egalisiert, dass eine zusammenhängende Wasserfläche entstand. Damit konnten die Effretiker seit Jahren endlich wieder zu Hause Hockey spielen. Hoch motiviert stiegen die Effretiker in die Saison und errangen den Schweizermeister-Titel in der Serie B und schafften damit den Aufstieg in die Serie A. Die Regionalmeisterschaft gewannen die Effretiker mit einem 1 : 0 Sieg über Oerlikon und dem 6 : 1 Erfolg gegen Chur.
Bei den Illnauer, wo die erste Mannschaft in der Serie B spielte und das zweite Team in der Serie C, gab es derweil lange Gesichter. Sie wollten für die zweite Mannschaft neue Trikots mit Strumpfhosen anschaffen. Als einige Mitglieder den Betrag von 29.50 pro Stück hörten (Offerte vom Sporthaus Uto in Zürich), sei grosses Erstaunen aufgekommen und eine rege Diskussion habe sich entfacht. An die Sektion für Leibesübung in Zürich stellten die Illnauer ein Beitragsbegehren von 200 Franken für neue Tore. Die Eintrittsgebühr wurde fixiert. In Illnau wurden von den Nichtmitgliedern 0.80 Franken für Zuschauen verlangt. Passivmitglieder erhielten Gratiszutritt. Mit Hilfe einer Sport-Toto-Subvention konnten die Effretiker für die Saison 1947/48 solide Holzbanden anschaffen. Der Hinterbergsee diente den Effretikern für ein weiteres Jahr als provisorisches Eisfeld. In Illnau wurde auf Antrag von Freimitglied Edy Guyer beschlossen, "mit der Eröffnung der Eisbahn Dolder alle Wochen einmal ein 'Fahrtraining' zu absolvieren".
Was Geld zu jener Zeit noch für viele 'einfache Bützer' bedeutete, verdeutlicht die Tatsache, mit welchem Stolz die Illnauer jeweils bei ihren Versammlungen Tellersammlungen für bestimmte Zwecke durchführen. So bespielsweise am 17. Juli 1947, als man für den seit langem das Bett hüten müssenden Goalkeeper Gusti Schmid 'stattliche 10.20 Franken' sammelte, oder, wie am 8. Oktober 1949 im Löwen Illnau im Anschluss an die Halbjahresversammlung der Eishockeyaner für den mit dem Motorrad schwer verunglückten Hans Brüngger acht Franken zusammen kamen.

Bussengelder

Schon in früheren Zeiten mussten die Klubvorstände ihren Mitgliedern drohen. Am 18. Juli 1946 befasste sich der EHC Illnau an einer ausserordentlichen Versammlung mit dem Turnfest. Es wurde über ein Kegelstand beschlossen. Der Präsident schlug vor, dass sich acht Mann freiwillig zur Verfügung stellen sollten. Wenn man nicht genügend Freiwillige finde, müsse man zur Ergänzung bestimmen. Für Nichterscheinen werde eine Busse von drei Franken eingesetzt. Am 21. Juli 1947 sollte der Turnverein vom Eidgenössichen Turnfest abgeholt werden. Des weiteren sollten die Hockeyaner am Freundschaftsschiessen der Schützengesellschaft Illnau mithelfen. Bei Nichterscheinen der Mitglieder drohte eine Busse von einem Franken. An der Monatsversammlung der Illnauer am 8. Dezember 1948 wurde festgehalten, dass inskünftig jedes Mitglied bei den Heimspielen in Illnau einen Besen mitbringen müsse, ansonsten eine Busse von zwei Franken zu bezahlen sei. Erfreuter war der Vorstandsentscheid am 4. Februar 1952 am 1. März gleichen Jahres einen Maskenball im Löwen Illnau durch zu führen. Der Hockeyclub werde dort einen Bar führen. Man wolle aber keine 'externe Barmaid' engagieren, "sondern einheimische Mädchen beschäftigen".
Es gehörte zum Usus der Illnauer, jede Versammlung mit einem Lied zu beschliessen. Vielfach wurde "wo Berge sich erheben" gesungen. Am 6. Dezember 1947 aber war es "das schönste Blümlein auf der Alm". Zu Beginn der Sitzung vom 10. April 1948 erklang wieder einmal "wo Berge sich erheben". In jener Sitzung wurde über eine Bergtour mit den vier Varianten Hoher Kasten, Säntis, Grosser Mythen oder Titlis verhandelt. Vermutlich waren nicht alle Anwesenden mit der getroffenen Wahl einverstanden, denn zum Schluss erklang diesmal "Auf der Lüneburger-Heide", das allerdings nicht gerade schön, dafür sehr laut niedergeschmettert worden sei.

....das Mülizenriet folgt....

1949/50 wird durch die Effretiker im Mülizenriet eine solide Stauschwelle betoniert. Wegen Wassermangel konnte das neue Eisfeld aber nicht benutzt werden. Ein Jahr später absolvierten die Effretiker in der neuen Turnhalle ein erstmaliges Konditionstraining. Das erste Eishockeyspiel im Mülizenriet wird ausgetragen. Effretikon 2 wird im Regionalfinal der Serie C von den ZSC Junioren mit 2 : 7 geschlagen. Während die Effretiker nun im Mülizenriet ihr neues zu Hause gefunden haben, sind die Illnauer bereits wieder in Gedanken am Zügeln. Diesmal, 1952, steht der Wechsel vom Rosenziel auf das Eisfeld Längg zur Diskussion. Wie früher bei den Effretikern, ist nun des Thema Eisfeld Längg praktisch auf jeder Traktandenliste des Vereinsvorstandes. Nach abgeschlossenem Pachtvertrag mit der Politischen Gemeinde Illnau, sollte die Aushebung des späteren Eisfeldes mit einem Trax erstellt werden, doch konnte dieser Weg nicht bewilligt werden. So legten die Hockeyaner aus Illnau selber Hand an und ebneten mit Pickel und Schaufel das Feld aus. Im Oktober 1952 sollte am ersten Eissonntag die Einweihung des neuen 'Stadions' Längg vollzogen werden. Man merkte aber, dass das Feld noch zu schmal war und war bestrebt, den Mangel schnellst möglich zu beheben. Von der Primarschulpflege erhielt der EHC Illnau 1000 Franken zugesprochen, von der Sekundarschulpflege weitere 500 Franken. Beide Beträge unter der Bedingung, dass die Schüler damit das Eisfeld kostenlos benutzen durften.
Fünf Jahre später, im Oktober 1957, stellte Karl Oehrli anlässlich der Halbjahresversammlung fest, dass "das Eisfeld seinen Anforderungen bei weitem noch nicht entspreche und noch ausführliche Arbeiten in Form von Frondienst der Mitglieder zu leisten ist." Die Illnauer sprachen bereits von der "Bürde Eisfeld Längg" und ein Jahr später hatte der Vorstand dann die nötigen Vorkehrungen zur Instandstellung des Eisfeldes zu treffen. Das hiess zu jener Zeit, einen finanziellen Aufwand von 28'272 Franken zu erbringen.

....und Nachtbeleuchtung bringt Vorteil

1952/53 wurde im Mülizenriet eine provisorische Lichtleitung zum Eisfeld verlegt. Die Vorteile einer Nachtbeleuchtung wurden klar erkennbar. Ein Versammlungsbeschluss erteilt dem Vorstand die Vollmacht zur Erstellung einer Beleuchtungsanlage mit Eingabe an die Sport-Toto-Behörden für finanzielle Mitbeteiligung. 1953/54 machte sich in Effretikon der langsame Rückzug der älteren Spieler aus der ersten Mannschaft bemerkbar. Ein Jahr später erfolgte der eigentliche Bau des eigenen Eisfeldes im Mülizenriet mit Planierungsarbeiten, Beleuchtungsanlage, Wasserleitung und Eisfeldhütte. Im Frühling 1955 konnte eine erste Parzelle Land im Mülizenriet käuflich erworben werden. Mit einem Tisch-Tennis-Turnier in der gemieteten Baracke pflegte man die Kameradeschaft auch in der 'toten Sommerpause'.

Illauer steigen auf

Vorsitz Ernst Kägi stellte fest, dass noch immer geringe Möglichkeiten bestünden, um auf Kunsteisbahnen zu trainieren. Aus diesem Grunde sei man in Illnau weiterhin auf das Natureis angewiesen. Doch immer mehr kam man zur Einsicht, dass die sportliche Zukunft nur noch auf einer Kunsteisbahn zu suchen sei. Die Saison 1962/63 schloss der EHC Illnau als die Erfolgreichste ab. Erstmals stiegen die 'Illauer' in die Erstliga auf! Es werden vom Vorstand 50 Hockeystöcke eingekauft und den Spielern für fünf Franken pro Stück abgegeben. Die Illnauer rüsten für das Abenteuer der Erstliga. 1963 gelang es dem Vorstand, auf der KEB Küsnacht Trainingseis zu bekommen (800 Franken Pauschal, plus Saisonkarte von 30 Franken für jeden Spieler). Trainer Ernst Kägi befand, dass "etliche Spieler körperlich noch sehr schwach seien. Das Training auf dem Eis wird sehr hart werden". Tagi Glauser berichtete, dass "das Goal in der Kegelbahn bei Adolf Graf aufgestellt ist und dort jedem Spieler zum Schusstraining offen stehe". Am 11. Juli 1965 konnte anlässlich der Generalversammlung des EHC Illnau festgestellt werden, dass "sich die Eisbahn Längg nun doch in einem einwandfreien Zustand befindet".

Erfolgreiche Fusionsgespräche

Als letzter Präsident des EHC Illnau ging Wlfried 'Tagi' Glauser in die Geschichte ein. Dieser erinnert sich. "Wir mussten für die Saison 1966 unsere Erstliga-Mannschaft beim Verband anmelden. Doch wir hatten zuwenig Spieler. Aus diesem Grunde führte ich erste Gespräche mit Vertretern des EHC Effretikon über einen Zusammenschluss beider Vereine". Werner Corrodi, damaliger Präsident der Effretiker und Fritz Steiner, Torhüter des EHC Effretikon zeigten sich von Glausers-Idee keinesfalls abgeneigt. In beiden Vereinen wurde die Fusion einzeln behandelt. 1966 fand 'auf neutralem Boden' im Restaurant Rosengarten in Bisikon die Fusions-Versammlung statt. Tagespräsident war Hans 'John' Braunschweiler, der ehemalige Präsident der Illnauer. Der neue Verein wurde geboren und erhielt vorerst den Namen HC Delphin und wurde wenig später zum heutigen EHC Illnau-Effretikon (EIE) umgetauft.
Sportlich bewegte sich der neue Verein in der Mittelmässigkeit. "Zu einem Spitzenrang reichte es uns nie" bestätigte Wilfried Glauser, der in der Anfangszeit des EIE noch einige Jahre als Aktivspieler und Vizepräsident mitwirkte. Der EHC Illnau-Effretikon aber blieb stets in der Erstliga, allerdings meist auf den hinteren Schlussrängen rangiert.
Am 4. Dezember 1971 erfolgte ein Meilenstein in der Geschichte des EHC Illnau-Effretikon. Die Kunsteisbahn Eselriet wurde offiziell eröffnet.

 
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